❌ Risse im Putz?
Bei WDVS beginnen die meisten Schäden lange vor dem Bau.
Rissbildung in der Putzschicht ist eines der häufigsten und kostspieligsten Probleme bei Wärmedämmverbundsystemen (WDVS).
Risse beeinträchtigen nicht nur das Fassadenbild, sondern reduzieren auch die Wärmeleistung und erhöhen das Risiko von Ablösungen oder Abfall.
In der Praxis werden Putzrisse selten durch einen einzelnen Fehler verursacht – sie sind das Ergebnis eines Ungleichgewichts im System.
I. Hauptursachen für Putzrisse
1. Materialprobleme
- Dämmplatten mit geringer Dichte (<18 kg/m³) verformen sich leicht
- Unzureichende Alterungszeit, die zu Schwinden nach der Installation führt
- Übermäßiger Zementgehalt, der zu starkem Schwinden führt
- Unterlegen alkaliresistentes Glasfasergewebe
2. Entwurfsdefizite
- Mangel an Spannungsfreigabestrukturen
- Inkompatibler elastischer Modul zwischen den Systemschichten
- Unzureichende Dehnungsfugen
3. Bau- und Umweltfaktoren
- Fazit
- Falsche Platzierung des Gewebes
- Anwendung bei extremer Hitze, Sonneneinstrahlung oder Wind
- Unzureichende Aushärtung
- Thermische Ausdehnung, Alterung und strukturelle Verformung
II. Systematische Lösungen
Materialkontrolle
18–22 kg/m³, mit ausreichender Alterung
- Optimierte Mörtelrezeptur mit kontrolliertem Zementgehalt
- Verwendung von
redispersiblem Polymerpulver (RDP) zur Verbesserung der Flexibilität
- Zertifiziert alkaliresistentes Glasfasergewebe
Systemdesign
stufenweiser Spannungsübergang und flexible Spannungsfreigabe
- Ordnungsgemäße Dehnungsfugen und verstärkte kritische Bereiche
Anwendungssteuerung
- Schichtweise Anwendung und korrekte Einbettung des Gewebes
- Extreme Wetterbedingungen vermeiden
- Ordnungsgemäße Aushärtung für mindestens
5–7 Tage
Conclusion
Rissbildung im Putz ist kein Zufall – sie ist ein systematisches Versagen.
Langfristige Rissbeständigkeit wird nur durch die Kontrolle von Materialien, Design und Anwendung als ein System erreicht.