1. Unterschiedliche Kernfunktionen
Mauerwerksmörtel
Wird zum Verkleben von Ziegeln oder Blöcken verwendet, um tragende oder umschließende Wände zu bilden.
Er fungiert als strukturelles Bindemittel, das für die Lastübertragung und die allgemeine Stabilität verantwortlich ist.
Putzmörtel
Wird auf Wand- oder Untergrundoberflächen zum Nivellieren, Schützen und Dekorieren aufgetragen.
Er dient als Oberflächenschicht des Gebäudes und bietet eine glatte und stabile Basis für Endbearbeitungsmaterialien.
2. Unterschiedlicher Materialfokus und Mischungsdesign
Mauerwerksmörtel:
- Fokus auf Druckfestigkeit und Haftfestigkeit (z. B. M5, M10)
- Gröberer Sand und höherer Sandanteil
- Konzipiert für strukturelle Leistung und Dauerhaftigkeit
Putzmörtel:
- Fokus auf Verarbeitbarkeit, Wasserretention und Rissbeständigkeit
- Feinerer Sand für einfachere Anwendung und Oberflächenbearbeitung
- Häufig modifiziert mit Fasern oder Polymeren
- Festigkeit ist zweitrangig gegenüber der Anwendungsleistung
3. Konstruktionsmethoden und Dicke
Mauerwerksmörtel:
- Fugenstärke typischerweise um 8–10 mm
- Aufgetragen durch Legen oder Quetschen von Mörtel
- Erfordert volle, dichte Fugen
Putzmörtel:
- In Schichten aufgetragen (Grundputz, Zwischenputz, Oberputz)
- Schichtdicken reichen von wenigen Millimetern bis zu 20 mm
- Höhere Anforderungen an Ebenheit und Oberflächenqualität
4. Leistungsprioritäten
Druckfestigkeit, Haftfestigkeit, Dauerhaftigkeit
Haftung am Untergrund, Rissbeständigkeit, Wasserbeständigkeit, Verarbeitbarkeit
Schlussfolgerung
dient dem Verbund und der Lastaufnahme
dient der Oberflächennivellierung und dem Schutz
Das Verständnis ihrer beabsichtigten Funktion, nicht nur der Festigkeitsklasse, ist für die richtige Mörtelwahl unerlässlich.