Teil 1: Material- und Prozessübersicht
Selbstnivellierender Mörtel ist ein Fließestrich, der aus Zement- oder Gipsbindemitteln, feinen Zuschlagstoffen, Füllstoffen und funktionellen Additiven besteht. Nach dem Mischen mit Wasser verteilt er sich leicht und bildet eine glatte, ebene Oberfläche. Er wird häufig in industriellen, gewerblichen und privaten Bodenanwendungen eingesetzt.
Abhängig vom Bindemitteltyp kann er in zementbasierte und gipsbasierte Systeme eingeteilt werden. Zementbasierte Produkte entsprechen JC/T 985-2017, während gipsbasierte Systeme für trockene Innenräume geeignet sind.
Der Standardanwendungsprozess umfasst die Baustellenabsperrung, die Untergrundprüfung, die Oberflächenvorbereitung, die Grundierung, das Mischen, das Ausgießen, das Aushärten und den Schutz. Ein kontinuierlicher Betrieb ist unerlässlich, um Kaltfugen und Oberflächenfehler zu vermeiden.
Teil 2: Umgebung und Schlüsselkontrollen
Umgebungsbedingungen beeinflussen die Leistung erheblich. Die Anwendungstemperatur sollte zwischen 5°C und 35°C liegen, mit optimaler Leistung bei 10°C–25°C. Die relative Luftfeuchtigkeit sollte unter 80% liegen und die Feuchtigkeit des Untergrunds unter 5–6%.
Die Baustelle muss eingehaust werden, um Luftzug zu verhindern, der den Feuchtigkeitsverlust beschleunigen und zu Rissbildung führen kann.
Der Untergrund ist der kritischste Faktor und muss folgende Anforderungen erfüllen: Ebenheit ≤4 mm/2 m, Druckfestigkeit ≥C20 und Aushärtezeit ≥28 Tage. Die Oberfläche muss sauber, trocken und frei von Staub, Öl und losen Partikeln sein.
Die Oberflächenvorbereitung umfasst typischerweise Schleifen, Kugelstrahlen oder Fräsen sowie Rissreparatur. Grundierung sollte gleichmäßig aufgetragen werden (normalerweise zwei Schichten) und vor der Anwendung vollständig trocknen.
Das Mischen muss streng nach dem empfohlenen Wasserverhältnis (z.B. 1:0,22) und dem Standardverfahren erfolgen: Wasser zugeben, Pulver zugeben, mischen, ruhen lassen und erneut mischen.
Überschüssiges Wasser führt zu reduzierter Festigkeit, Bluten und Oberflächenfehlern.
Teil 3: Anwendung, Aushärtung und Schutz
Das Material sollte kontinuierlich gegossen und mit einer Zahnkelle verteilt werden. Innerhalb von 15 Minuten sollte eine Stachelwalze verwendet werden, um Luftblasen zu entfernen und die Oberflächendichte zu verbessern. Die empfohlene Dicke beträgt ≥10 mm.
Nach der Anwendung sollte die Aushärtung mindestens 24 Stunden dauern. Vermeiden Sie Luftzug, direkte Sonneneinstrahlung und instabile Umweltbedingungen. Unter normalen Bedingungen ist die Oberfläche nach 2–4 Stunden begehbar, und weitere Oberflächenarbeiten können nach 2 Tagen beginnen.
Ein angemessener Oberflächenschutz ist unerlässlich, um Kontamination, schwere Lasten und mechanische Beschädigungen zu verhindern.
👉 Die selbstnivellierende Leistung wird nicht allein durch die Materialien bestimmt, sondern durch ein vollständiges System, das Untergrund, Mischung, Prozess und Umgebung umfasst.